Netstream und ihr Dresscode

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Ich möchte hier gerne kurz die Gelegenheit nutzen um eine kleine Geschichte zu erzählen. Es ist eine Geschichte über Anzüge, Kleidung und Implikationen sowie Erwartungen von Menschen.

Vor ein paar Monaten sass ich in unsere Lounge mit einem neuen Mitarbeitenden. Er hatte gerade erst bei uns angefangen und ich wollte mal hören, wie es ihm so geht und ob er sich bei uns wohlfühlt nach den ersten Arbeitswochen. Wir sassen in einer ziemlich gefüllten Lounge (ein paar unserer Mitarbeitenden hatten informelle Meetings, andere trafen sich zur Pause), tranken Kaffee und sprachen über seine Erlebnisse aus der ersten Zeit bei Netstream. Irgendwann kamen wir auf die Geschäftsleitung zu sprechen weil ich wissen wollte, ob er auch schon jemanden von ihnen kennen gelernt hat. Auf die Frage antwortete er mir irgendwie ziemlich verdutzt und meinte, es wäre eben sehr komisch, weil er noch nie jemanden von der Geschäftsleitung überhaupt gesehen hat in der Netstream. Meine Reaktion auf diese Antwort war noch viel verdutzter, weil gerade zwei von der Geschäftsleitung zur selben Zeit in der Lounge sassen. Ich zeigte ihm die zwei und sagte dabei: „Aber da sind sie doch. Da hinten sitzt Alexis und an dem anderen Tisch da Dom“. Ich musste schmunzeln als er dann sagte, er hätte sich irgendwie immer nur darauf geachtet, ob er mal Männer im Anzug sieht…

Die Moral von der Geschichte

Es gibt zwei Dinge, welche ich gerne mit dieser Geschichte über Netstream erzähle. Erstens, die Geschäftsleitung lauert überall und beobachtet alles und jeden! Nein, Spass bei Seite. Unsere Geschäftsleitung ist unter uns, sie heben sich nicht durch schicke Anzüge oder protzige Einzelbüros ab. Sie haben eine Funktion in unserem Unternehmen wie jedes andere Teammitglied auch, dadurch sind sie aber nicht wichtiger als andere Mitarbeitende. Sie sind operativ noch immer involviert und wissen, was läuft. Wir begegnen uns alle auf Augenhöhe und teilen mit, wenn wir anderer Meinung sind, ganz ohne Angst vor negativen Konsequenzen. Zweitens, wir haben keinen Dresscode und werden wahrscheinlich auch nie einen haben. Wenn sich jemand im Kapuzenpullover wohl fühlt, dann zwingen wir ihn nicht jeden Tag ein Hemd zu tragen. Andersrum aber genauso. Natürlich gibt es gewisse Grenzen und wir würden auch keine Freudensprünge machen, wenn jemand von uns mit Badehose und Flip-Flops einen Kunden empfängt – aber wir vertrauen sehr stark darauf, dass alle einen gut funktionierenden Verstand haben und gewillt sind, von diesem Gebrauch zu machen :-)