Buzz-Marketing: Dank Mund-zu-Mund Propaganda mit kleinem Budget zu grossem Erfolg

Artikel erstellt am

Mund-zu-Mund Propaganda ist in der Marketing-Welt kein neuer Begriff. Neu sind aber die Möglichkeiten und Dimensionen, welche die Mund-zu-Mund Propaganda in der Web-Welt von heute erhält. Buzz-Marketing wird das Phänomen genannt, welches auch bei kleinem Budget grosse Erfolge verspricht.

Früher beschränkten sich die Möglichkeiten bei der Mund-zu-Mund Propaganda auf Familien, Freunde, Nachbarn und Arbeitskollegen. Empfehlungen passierten offline. Heute öffnet das Web zahlreiche neue Möglichkeiten für Unternehmen, welche nun auch mit kleinen Budgets eine gigantische Reichweite erzielen können.

Buzz-Marketing kurz erklärt

Buzzen heisst so viel wie herumsummen. Beim Buzz-Marketing sprechen Personen in der Regel gegen ein Honorar oder gegen die Vergabe von gratis Testprodukten positiv über eine Marke, ein Unternehmen oder ein Produkt. Das Ziel dabei ist es, die Nachfrage nach einem Produkt oder Service zu erhöhen, indem Empfehlungen sowohl offline als auch online ausgesprochen werden.

Ausgewählte Menschen sollen also bewusst dazu bewegt werden, positiv über das Produkt zu sprechen und andere Menschen davon zu begeistern. Ziel dabei ist, das Bedürfnis nach Zugehörigkeit zu wecken und andere Menschen als neue Käufer zu gewinnen, die das Produkt dann selbst wieder weiterempfehlen.

Buzz-Marketing wird in der Regel durch Influencer oder Early Adopters initiiert.

Die Suche nach den passenden Influencern

Ein passender Influencer sollte jemand sein, der in seinem Umfeld gern über sich und Andere spricht. Jemand, der viele Menschen kennt, die zur Zielgruppe des Unternehmens gehören. Dazu können entweder bestehende Adressdatenbanken verwendet oder soziale Netzwerke nach passenden Influencern durchforstet werden. Soziale Plattformen, wie Xing, LinkedIn oder Facebook-Gruppen und andere relevante Communities eignen sich dafür besonders gut.

Beziehungsstarke Influencer oder einflussnehmende Meinungsführer?

Wichtig ist zunächst die Frage nach den Eigenschaften eines Influencers. Soll es ein beziehungsstarker Influencer sein oder eher jemand, der als Experte Einfluss nehmen kann?

Beziehungsstarke Influencer sind gern in Gesellschaft Anderer und pflegen Kontakte zu unterschiedlichen Kreisen. Sie schaffen es stets, unterschiedliche Menschen zusammenzuführen und sie von ihren Ideen zu begeistern.

Einflussnehmende Meinungsführer hingegen sind vor allem an neuen Informationen interessiert. Sie gelten als Experten, weil sie mit einem Detailwissen brillieren. Ihr Einfluss auf ihrem Gebiet ist deshalb sehr gross. Während also ein Baby-Creme-Hersteller eher Mütter und damit beziehungsstarke Multiplikatoren für sein neues Produkt herbeizieht, wird ein IT-Unternehmen eher einen einflussnehmenden Meinungsführer als Influencer wählen. Muss aber nicht immer so sein.

Was, wenn es schiefgeht?

Beim Einsatz von Buzz-Marketing kann es vorkommen, dass Influencer ein Produkt gar nicht mögen. Das kann dazu führen, dass sie das Produkt nicht weiterempfehlen oder gar öffentlich kritisieren. Im Fall, dass die Aktion floppt, sollte jedes Unternehmen schnell daraus lernen. Gerade beim Buzz-Marketing können Kommentare helfen, etwaige Minderleistungen in einem sehr frühen Stadium zu beseitigen oder das Produkt ohne weiteren Reputationsschaden komplett aus dem Sortiment zu nehmen.

Fazit

Mittels Buzz-Marketing erhalten Unternehmen in der heutigen Zeit neue Möglichkeiten, in kurzer Zeit und mit wenig Budget viele neue Kunden zu gewinnen. Relevant für den Erfolg ist dabei nicht nur die Wahl der Influencer, sondern vor allem auch das Produkt oder der Service selbst.

Seien Sie sich bewusst, dass Buzz-Marketing nur dann funktioniert, wenn Ihr Produkt auch wirklich neu ist und etwas Besonderes leistet. Buzz läuft unkontrolliert ab. Merken Sie sich, dass Ihr Produkt empfehlenswert sein muss, damit es empfohlen wird.

von Natasa Kovacevic